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Review: GIANT SKY - "III" & "The Further We Go The Deeper It Gets"

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GIANT SKY - "III"


Der dritte Teil der Trilogie von Giant Sky ist zweigeteilt geworden. Zum einen in das Hauptalbum „III“ zum anderen in den über halbstündigen Nachschlag „The Further We Go The Deeper It Gets“. Somit betrachten wir die beiden Parts auch nacheinander. Giant Sky ist seit einigen Jahren das Brainchild von Erlend Aastad Viken, dem Sänger, Songwriter und Keyboarder der norwegischen Art Rock Combo Soup. Und ähnlich dieser Band ist auch Giant Sky soundmäßig aufgebaut. Vielleicht nicht ganz so anstrengend und fordernd, dennoch mit dem hohen Anspruch gestaltet, den man von Erlend seit je her kennt. Verschiedene Gastmusiker hat er wieder dabei, um dem cineastischen, melodischen, aber auch extravaganten Art Rock/Prog von Giant Sky die Form zu geben.

 

Beginnen wir mit dem Hauptalbum „III“. Dieses beginnt mit „Mundane Morning“ mit einer ordentlichen 70er Jahre Genesis-Kante und dem hohen, melodischen Gesang von Erlend. Pulsierendes Drumspiel, Keyboards und viel sphärische Klänge, sowie eine permanent hohe Intensität prägen den Opener sofort wieder so, wie man es von Giant Sky kennt. Und wie so oft wird’s zum Ende hin bombastischer und cineastischer. Mehr in Spoken Words steigt „Nothing To Forgive Nothing To Forget“ ein, liefert spacige Backing Töne und erneut sehr sphärische Keyboards. Teils mit Programming, teils durch sehr gute Gitarrenparts setzt der Track zum Ende hin mit entspanntem Gesang und Piano auf ruhigere Stimmung und tolle Melodien.

 

Mit Akustik-Gitarre und Piano und ruhiger Stimme beginnt „Limerence“, ein erneut etwas an Genesis erinnernder Song, der mit toll elegischen Part zum Ende hin an Intensität gewinnt. Erneut mit Akustik-Gitarre, diesmal aber mit kindlich klingender, weiblicher Stimme setzt „All The Rage“ dort weiter an, wirkt berührend, lässt aber auch den von Soup bekannten Crescendo-Sound ertönen.  Symphonisch wird’s ein wenig bei „Reveries Of Gold“ inklusive Glockenschlägen im Background. Straight und mit positiven Vibes ausgestattet treibt Erlend Aastad Viken den Song im Verlauf durch Gitarrengezupfe, wuchtige Beats und verzerrte Synthieklänge in die Sperrigkeit.

 

Piano, Orgel und Drums übernehmen zunächst beim rein instrumentalen „Fleeting Glimpse“, einem flotteren Stück im 70er Jahre Prog-Stil, mit verzerrtem Gitarrensound, aber auch verspielten Passagen. Erneut weiblicher Gesang in zärtlicher Art bringt „Sun World“ zunächst in ganz ruhige Bahnen, bevor schwurbelige Keys auftrumpfen und das Ganze um einiges schneller wird. Schöne, sphärische Melodien , sowie ein weiteres elegisches Gitarrensolo und ein recht folkiger Akustik-Gitarren/Keyboard-Part runden den Song fantastisch ab. Den angesprochenen Crescendo-Sound gibt’s danach noch beim das Hauptalbum abschließenden Track „Lifting Apples“, der hauptsächlich aber mit betörend schönen Melodien glänzt und im Gesang einmal mehr an den jungen Peter Gabriel erinnert. Nahtlos gehen wir über zum zweiten Abschnitt des Doppeldeckers (siehe unten). 



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GIANT SKY - "The Further We Go The Deeper It Gets"

„The Further We Go The Deeper It Gets“ klingt im Prinzip nicht viel anders als das Hauptalbum, evtl. vielleicht noch etwas ruhiger und entspannter. „Dancing Alone“ ist ein kurzes Stück das rein instrumental auf Piano, symphonische Melancholie und melodische Gitarren-Momente setzt. Etwas tieferen Gesang präsentiert uns Erlend bei „Repeating Trope“, wobei das Stück recht poppig geraten ist und mit harmonischem Gitarrenspiel überzeugt. Zum Ende hin wird der Gesang verzerrt und die Stimmung drückend intensiver.  Verpielter Einstieg mit Piano setzt „Step Into The Garden“ in Gang. Flüsternder Gesang und himmlische Klänge betören, die wunderbaren Melodien und sphärischen Klänge münden in ein bombastisches Finale.

 

„Compassion WIth Worms“ ist eine ruhige, ausgeglichene Nummer, etwas mystisch gestaltet mit symphonischen Elegien. In Geneis-Umgebung finden wir uns erneut wieder beim ruhigen, ebenfalls symphonisch unterlegten „Who’s Life Am I Leading“. Viel Atmosphäre verbreitet zunächst „Ruin The Sunset“, was auch daran liegt, das der Gesang mit reichlich Hall unterlegt wurde. Das Erlend auf dem zweiten Teil des Trilogie-Abschlußes verstärkt mit symphonischen Klängen hantiert, wird auch hier mehr als deutlich. Bleibt letztendlich noch das mit Akustik-Gitarre und verklärt folkigem Gesang eröffnende „Throw It Off The Bridge“, bei dem auch mehrstimmige Gesangsparts zum Tragen kommen und die tollen Melodien, guten Gitarreneinspielungen und Piano-Begleitung nochmals verzaubern. Das Ende des fast achtminütigen Songs erleben wir dann erneut mit diesem typischen Giant Sky / Soup-Bombast, der in Crescendo-Art fast schon wehtut, so kratzt und rauscht es aus den Boxen. Noch ein kurzes Piano-Element erklingt….die Trilogie ist zu Ende.

 

 Wer diese sperrige Review zu Ende gelesen hat, weiß was einen auf Erlend Aastad Viken’s drittem Auswuchs unter dem Namen Giant Sky erwartet. Das dritte Album beendet das, was mit dem ersten Werk im Jahr 2021 begonnen wurde, in gleicher beeindruckender Art und Weise. Das Hauptalbum ist sperriger, „The Further We Go The Deeper It Gets“ etwas ruhiger und alles endet mit dem grandiosen Finale im Abschluß-Song. Der geneigte Prog-Fan und der von Soup sowieso kommt an Giant Sky niemals vorbei.